Besuch beim „Mann aus dem Eis“
Ötzi der Eismann, wie er liebevoll genannt wird, ist wohl der berühmteste „Bewohner“ des
Südtiroler Archäologiemuseums in Bozen. Einmalig ist der Fund der über 5000 Jahre alten und somit ältesten
Gletschermumie deshalb, weil die Leiche des Mannes vom Hauslabjoch ohne künstliche Hilfsmittel konserviert wurde, allein durch den Schnee und die eisigen Temperaturen an seinem Todesort an der Grenze Italiens zu Österreich. Wer einen Abstecher in die Landeshauptstadt machen möchte, um sich den
Mann vom Similaun anzusehen, dessen Entdeckung 2011 zwanzig Jahre zurückliegen und mit einer eigenen „Ötzi“-Ausstellung gefeiert wird, kann dies von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr tun. Weitere Informationen auf der Webseite des Museums:
www.archaeologiemuseum.it
Wussten Sie schon, dass die Seiser Alm…
…die größte Hochalm Europas ist? Sie erstreckt sich auf
57 km², was einer Fläche von rund 8000 Fußballfeldern entspricht. Der westliche Teil bildet den
Naturpark Schlern-Rosengarten, nach Südosten schließt sich das markante Bergmassiv der
Langkofelgruppe an.
Sagen und Legenden rund um Kastelruth
Am
Schlossberg oder
Kalvarienberg in Kastelruth, dem sogenannten Kofel, befindet sich unter dem Einfang ein ebener, schattiger Platz, den man den "
Kegelplatz" nennt. Auf diesem liegen neun goldene Kegel und zwei silberne Kugeln vergraben. Wenn man um Mitternacht hinauf zum Kofel geht, so kann man oft die alten Rittersleute auf dem Kegelplatz kegeln sehen.*
*Diese schaurige Sage um den Kalvarienberg stammt von Ignaz Vinzenz Zingerle (Quelle: Sagen aus Tirol, 2. Auflage, Innsbruck 1891, Nr. 513/3, S. 286).
Der Hans-und Paula-Steger-Weg
Der im Frühjahr 2006 fertig gestellte Weg auf der Seiser Alm führt in Ost-West-Richtung von Compatsch nach Saltria und ist mit Informationstafeln versehen, die dem
Wanderer aufschlussreiche Einblicke in die
Landschaft und Kultur der
Seiser Alm und Südtirols geben.
Der verwunderte Besucher wird sich die Frage stellen: Wer waren eigentlich
Hans und Paula Steger? Nun, „La Paula“, wie sie von ihren Fans genannt wurde, war eine der ersten Spitzensportlerinnen und in den dreißiger Jahren sehr erfolgreich. Der begeisterte Rennläufer und Bergführer Hans Steger aus Bayern unterstützte seine Frau dabei und unternahm mit ihr zahlreiche
Bergtouren in die Dolomiten rund um Kastelruth und die Seiser Alm. Neben ihrem sportlichen Engagement war das Paar unter anderem als Filmdouble für Luis Trenker und Leni Riefenstahl bekannt. Nach dem Krieg zogen Hans und Paula Steger auf die Seiser Alm, wo sie gegen Ende des letzten Jahrhunderts starben.
Wussten Sie schon, dass die Kastelruther Spatzen…
… mit über hundert Goldenen Schallplatten die erfolgreichste
deutschsprachige volkstümliche Band überhaupt sind? Gefeiert wird dieser Erfolg jedes Jahr mit dem berühmten
Spatzenfest in Kastelruth, das seit 1984 veranstaltet wird und 2008 50.000 Besucher zählte.
Brauchtum in Kastelruth: die Kalvarienberganlage
Eine für Südtirol wohl einmalige Bautengruppe: Auf dem
Burgwall, der noch einen Rest der alten Befestigung trägt, ist Anfang des 18. Jahrhunderts eine Erinnerung an Christi Leidensweg und Sterben auf Golgatha in Jerusalem gebaut worden. Vom Dorf aus führt ein Weg auf den Porphyrfelsen, der von mehreren Kapellen gesäumt ist. In der Karwoche werden die sieben Kapellen auf dem Wallfahrtsweg mit typischen Osterkugeln geschmückt und beleuchtet. Am Gründonnerstag und am Karfreitag findet jeweils nach den Gottesdiensten am Abend die traditionelle
Kofelprozession statt.
Das Augustiner Chorherrenstift Neustift
1142 vom
Brixner Bischof Hartmann gegründet, war das Kloster in Neustift bei Vahrn in der Nähe von Brixen vielbesuchtes Hospiz und
Raststätte für Pilger auf der Reise ins Heilige Land oder nach Rom und ein wichtiger Bezugspunkt im geistigen Leben Europas - davon zeugen heute noch die berühmte,
Stiftsbibliothek, die weitläufige Bildungstätigkeit und auch der gern besuchte Klosterkeller, in dem es sich bei einem guten Gläschen Wein so richtig gemütlich zusammensitzen lässt. Führungen finden von Montag bis Samstag statt, Informationen gibt es unter der Nummer
+39 0472 836 189.
Wussten Sie schon, dass Klausen,…
…unweit von Kastelruth gelegen, als die „
Törggelehauptstadt“ Südtirols bezeichnet wird? Die herbstlichen Köstlichkeiten wurden anscheinend hier zum ersten Mal aufgetischt. Ein Grund mehr, dem sympathischen
Künstlerstädtchen in der goldenen Jahreszeit einen Besuch abzustatten!
Museion - Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen
Das Museion beherbergt nicht nur Kunst, sondern ist an und für sich schon ein Kunstwerk. Das nach dem Projekt des Berliner Architekturbüros KSV - Krüger, Schuberth, Vandreike – gestaltete
Kunsthaus wurde 2008 feierlich eröffnet. Das neue Museion ist ein
offenes Museum und schon bei Betrachtung von Außen ein Highlight zwischen Talfergrün und den Fassaden der Bozner Altstadt. Abends dienen die Fassaden des Museums als Flächen für die Projektion von eigens dafür konzipierten Arbeiten und ermöglichen besonders suggestive Aufführungen, während die Innenräume durch fließende Übergänge und Öffnungen gekennzeichnet sind. Sie finden das Museion in der
Dantestraße 6 in Bozen, für Führungen wenden Sie sich bitte an die Nummer
+39 0471 22 34 35 oder an
info@museion.it.
Wussten Sie schon, dass das Schlerngebiet…
…zu den artenreichsten Gebieten Südtirols zählt, was Fauna und Flora betrifft? Das Projekt „
Habitat Schlern“ wies 2006 und 2007 rund 5100 Pflanzen- und Tierarten nach, darunter 444 Arten, die erstmals in Südtirol und 128 Arten, die zum ersten Mal in Italien nachgewiesen wurden. Nachzulesen sind diese und andere Ergebnisse des Forschungsprojekts unter
www.naturmuseum.it 
. Gute Unterhaltung!
Pilzeweg Kastelruth
Kurz nach dem Sportplatz Laranz in Telfen, Kastelruth, findet sich auf der rechten Seite ein Hinweisschild zum „
Pilzweg“. Die Gehzeit beträgt 30 Minuten, der Spaziergang ist somit für Groß und Klein geeignet. Auf dem unbeschwerlichen Steig bestaunen Sie die
verschiedensten Pilzarten in Form von bearbeiteten Baumstämmen (dabei handelt es sich um Schwämme, die allesamt im Laranzer Wald wachsen). Am höchsten Punkt des Weges befindet sich ein
hölzerner Hochstand, von dem aus Sie die herrliche Aussicht auf das Gebiet rund um Kastelruth und Seis genießen können.
Im Interesse aller Besucher wird gebeten, auf das Pilzesammeln entlang des Pfades zu verzichten.